Der 1. FC Köln hat sein Pflichtspiel zum Auftakt des DFB-Pokals gegen Wiedenbrück 2000 klar mit 3:0 gewonnen und ist eine Runde weiter. Der Auftakt des Norweger Trainer Solbakken ist somit gelungen.
Die Kölner begannen mit solidem Auftreten und hatten zu Beginn an gleich klar das Übergewicht im Spiel. Immer wieder konnten sich die Geissböcke bis vors gegnerische Tor kombinieren und machten vor allem in Person von Podolski und Novakovic eine gute Figur. Alleinstehend vor dem Torhüter vergab Lukas Podolski jedoch eine gute Chance. Besser machten es die beiden Stürmer dann in der 23. Minute, als Podolski auf die Aussenposition auswich und den Ball aufs Tor schoß. Den Abpraller blockte Novakovic zum 1:0 für den FC ab.
Die Wiedenbrücker machten aber insgesamt keine schlechte Figur und kamen immer mal wieder vor den Kölner Kasten, ohne jedoch wirklich zwingende Torchancen zu erzielen. Der FC hingegen liess es dann etwas lockerer angehen und kam phasenweise nur noch sporadisch vors Tor. Das Spiel wurde souverän ins Mittelfeld verlagert, wo der FC seine Überlegenheit nicht abgab. In der 45. Minute dann waren die Geissböcke wieder zur Stelle. Ähnlich wie beim ersten Treffer ging Podolski mit dem Ball auf die Aussenbahn und flankte passgenau auf den Kopf von Novakovic, der eiskalt einköpfte zum 2:0.
In der zweiten Halbzeit plätscherte das Spiel dann weitestgehend vor sich hin. Die Geissböcke verloren aber nie die Kontrolle über die Partie und hatten das Spiel voll im Griff. Irgendwann wechselte Solbakken noch Eichner und Peszko ein, die sich nahtlos in das FC-Spiel eingliederten. So dauerte es dann bis zur 78. Minute, bis Mittelfeldspieler Jajalo zum 3:0 einschoß. Danach feierten die Kölner Fans sich, ihre Mannschaft und spotteten mit Gesängen Richtung Leverkusen: “Seht Ihr Bayer, so wird das gemacht, so wird das gemacht, so wird das gemacht!”
Zum Ende wechselte Solbakken noch den Torschützen Jajalo aus und brachte Christian Clemens, der wie der Rest der Mannschaft das Spiel kontrolliert über die Zeit brachte. Trotz respektabler Leistung der Wiedenbrücker war dies ein souveräner Auftakt der Geissböcke in die Saison. Am Wochenende wartet zum Ligastart mit Wolfsburg eine Mannschaft, die gegen einen kleinen Verein die Segel strich.
Die Vorbereitung mit den gesamten Turbolenzen um die K-Frage beim FC geht nun so langsam zu Ende und es wird langsam Zeit, dass der FC sein erstes Pflichtspiel bestreitet. Gegen den unterklassigen SC Wiedenbrück soll am kommenden Sonntag der erste Pflichtspielsieg eingefahren werden und damit die erste kleinere Hürde überwunden werden.
Trainer Solbakken hat jedoch einige Spieler zu ersetzen, die nicht 100%ig fit sind. In der Abwehr muss der Norweger auf den Libanesen Mohamad verzichten, auch Stürmerstar Lukas Podolski ist nach einer Nebenhöhlengeschichte leicht angeschlagen. Damit könnten zwei wichtige Stützen für diesen ersten Prüfstein ausfallen.
Auch wird es sehr interssant zu sehen, wie die Mannschaft das neue und offensivere System von Solbakken angenommen hat und auf den Platz umsetzen kann.
Nun ist es amtlich. Stale Solbakken hat sich für einen neuen Kapitän in der Mannschaft des 1. FC Köln entschieden. Nicht wenig risikobehaftet ist diese Entscheidung, auch wenn ich sie durchaus verstehen kann.
Mit Pedro Geromel wird nun ein Abwehrspieler Kapitän, der seit seinem Transfer zu den Geissböcken mit Leistung und vorbildlichem Einsatz glänzte. Ein Spieler, den man eigentlich nur schwer beim FC halten kann, wird nun mit dem Kapitänsamt im Verein gefestigt.
Fraglich ist, wie das Aushängeschild des Vereins, Lukas Podolski, diese Entscheidung verarbeiten wird. Lukas Podolski hing mit Sicherheit an der Binde und war stolz, den FC in der letzten Saison als Spielführer zum Klassenerhalt zu führen. Klar sollte auch sein, dass niemand froh ist, wenn er so ein Amt verliert. Lukas Podolski hat einen soliden Kapitän abgegeben und wirkte auch als Führungspersönlichkeit deutlich gefestigter als in den Jahren zuvor. Dennoch halte ich ihn nicht für den idealen Kapitän. Es gibt schlichtweg ein paar deutlich bessere Charaktere als den 25-jährigen Kölner. Dazu zählte für mich vor allem Torhüter Rensing. Auch Neuzugang Riether hätte meiner Meinung nach einen soliden Spielführer abgeben können.
Das Solbakken hier einen heißen Stein umdreht, sollte bei der schweren Kölner Presse und den emotionalen Fans allerdings auch klar sein. Mit dieser Entscheidung wird der Druck auf den Trainer von Anfang an sehr hoch sein.
Auch wenn der FC mit 1:2 das Spiel gegen Arsenal London verlor, konnte man als FC-Fan nicht unzufrieden sein. Gerade in der Offensive hat der FC einige gute Ansätze parat gehabt und kam oft gefährlich nah vors Tor. Einzig und allein der Abschluss war heute nicht die Stärke der Geissböcke. Sowohl Stürmer Podolski als auch Novakovic kamen einige Male in aussichtsreiche Position, vergaben aber.
So war es nur konsequent, dass ausgerechnet ein Engländer das Tor für den FC ins eigene Tor buxierte. Mit einem Querschläger überwand der Arsenal-Spieler seinen eigenen Torwart.
Das Spiel des FC war deutlich offensiver ausgerichtet, als in der vergangenen Saison im Schnitt gezeigt und man konnte durchaus schon Fortschritte in der Spielweise unter Solbakken erkennen. Zudem wurde veranschaulicht, wo die Schwachpunkte dieses Systems liegen, nämlich in steilen Pässen, die die komplette Abwehr aushebeln können, vor allem, wenn man den Ball selber im Mittelfeld und somit in der Vorwärtsbewegung verliert.
Die Vorbereitung für die kommende Saison ist voll im Gange und der FC testet heute seinen Zustand gegen eine Topmannschaft in Europa, den FC Arsenal. Der mit Topstars bespickte 1.Ligist aus England zählt schon seit Jahren zu den besten Mannschaften in Europa.
Die bekanntesten Spieler im Kader der Engländer sind die Mittelfeldspieler Rosicky, Fabregas oder Sturmstar Arshavin. Trainer Arsene Wenger hat schon gegenüber Medien bestätigt, mit der bestmöglichen Aufstellung in Müngersdorf auflaufen zu wollen. Die Engländer stehen für schnelles Offensivspiel, welches auch der FC in der kommenden Saison durchführen möchte.
Beim FC beschäftigt Medien und Fans vor allem, wer heute als Kapitän die Mannschaft auf den Platz führen wird und ob sich Solbakken dann schon auf einen Kapitän festgelegt hat. Anpfiff ist 15:30 Uhr!