Das Transferfenster ist noch lange nicht geschlossen, aber die Finanzen des FC werden kaum noch weitere Spielerverpflichtungen zulassen. Im Großen und Ganzen sind wohl die wichtigsten Transfers frühzeitig über die Bühne gegangen. Es ist also Zeit ein Fazit zu ziehen.
Transferphase 1: Das Halten der wichtigen Stützen im Team
Was der Mannschaft aus der letzten Saison so alles zuzutrauen ist hat man in den Spielen unter Frank Schaefer und Volker Finke gesehen. Wenn die Mannschaft das Potential abruft, dann sollte man dieses Team im gesicherten Mittelfeld ansehen. Deshalb war es auch besonders wichtig, die Winterneuzugänge wie Rensing, Eichner und Peszko weiterhin an den Verein zu binden. Die Verträge mit dem Torhüter und dem linken Verteidiger konnten auch schon frühzeitig klar gemacht werden. Lediglich Peszko pokerte scheinbar etwas hoch, eine Einigung mit dem Spieler und Berater folgte aber dennoch. Mit Jajalo konnte nach großen Anstrengungen ein weiterer Mittelfeldspieler im Team gehalten werden. Der Leihvertrag war zu Ende und der FC kaufte den Spieler vom ausleihenden Verein. Somit steht im Prinzip der komplette Stamm der letzten Saison auf dem Feld, nur Petit fällt durch seine schwere Verletzung aus.
Zudem ist auch positiv zu sehen, dass die Topstars wie Geromel und Podolski nach wie vor an den FC gebunden sind und keiner dieser, enorm wichtigen, Spieler aus finanziellen Gründen abgegeben wurde. Auch ein Verkauf von Novakovic hätte wohl kaum mit den finanziellen Mitteln kompensiert werden.
Transferphase 2: Neuzugänge
Mit dem albanischen Neuzugang Odise Roshi hat sich der FC einen, meiner Meinung nach, viel versprechenden Perspektivspieler geholt, der auch im Trainingslager scheinbar mächtig Druck macht und von seiner Geschwindigkeit her zu den schnellsten Spielern im Kader gehört. Das der Spieler nicht von vornherein zum Stamm gezählt werden kann sollte jedem Fan klar sein, aber allem in allem bin ich gegenüber diesem Transfer durchaus sehr positiv gestimmt.
Der Königstransfer, so wie in den Medien getitelt, war aber mit Sicherheit die Verpflichtung von Sascha Riether, ehemals Wolfsburg. Mit diesem Transfer wurde die Lücke geschlossen, die Petit hinterlassen hat. Zudem wurde hier punktuell gehandelt und ein Spieler mit viel Erfahrung geholt, der sich auch zudem noch im Blickfeld der Nationalmannschaft befinden dürfte. Dieser Zustand könnte für den Spieler ein zusätzlicher Motivationsschub sein. Zudem ist, was man so lesen kann, Riether ein Spieler, der seine Verantwortung wahr nimmt und mit seiner Erfahrung den jüngeren Spielern sicherlich gut zu gesicht steht. Finanziell hat der Spieler scheinbar auch Einbußen in Kauf genommen, was durchaus vermittelt, dass der Spieler bodenständig und grundsolide vom Charakter her ist.
Fazit
Trotz einiger Skepsis, die Volker Finke hier von Seiten der Fans entgegenkommt, überzeugt diese Transferphase vollends. Zwar kann man nie so Recht wissen, wie und ob ein Spieler in der Mannschaft des FC einschlägt, aber es wurde hier gezielt nach Verstärkungen oder Ersatz gesucht und nicht planlos oder gar nach großen Namen verpflichtet, wie dies unter Meier teilweise geschehen war.